Moderne Technik bietet mehr Sicherheit, erschwert aber teilweise die rasche Befreiung der Insassen. Wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmassnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Rettern nicht immer bekannt. Abhilfe bietet die vom ADAC erarbeitete und als Standard geforderte Rettungskarte. In Autos mit Airbags sollte sie künftig bei Auslieferung hinter der Fahrer-Sonnenblende angebracht sein
Warum das ganze?
Rettung wird immer schwieriger
Untersuchungen der ADAC-Luftrettung und ADAC-Unfallforschungbelegen: Je neuer das Fahrzeug, desto länger dauert die Personenrettung. Bei Unfällen mit Autos der Baujahre 1990 bis 1992 lag die Rettungszeit in 40 Prozent der Fälle unter 50 Minuten. Bei Pkw der Baujahre 2005 bis 2007 konnten nur noch 20 Prozent der Einsätze in weniger als 50 Minuten abgeschlossen werden. Damit gerät die »Goldenen Stunde« immer mehr in Gefahr, die für eine erfolgversprechende Rettung von Unfallopfern maximal zur Verfügung steht: 20 Minuten für Alarmierung und Anfahrt, 20 Minuten Rettung vor Ort und 20 Minuten medizinische Erstversorgung und Abtransport. Innerhalb dieser Stunde stehen die Chancen besonders gut, das Leben eines Schwerverletzten zu retten.
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Um die Rettungskräfte auf die im Fahrzeug vorhandene Karte aufmerksam zu machen, sind beim ADAC spezielle Aufkleber erhältlich.
Die Rettungskarten sind per Download direkt bei den Fahrzeugherstellern erhältlich.
Alternativ bietet der ADAC unter folgendem Link eine Übersicht, sortiert nach Herstellern.
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